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Zu den Zeichnungen von Harald Gmeiner

Sehe ich mir die Bilder von Harald Gmeiner an, ist es, als ginge ich mit geschlossenen Augen einen mir unbekannten Weg. Die Gerüche sind mir vertraut, Wald, Moos, Farnkraut, wilde Pflanzen. Ungezähmte Natur.
Die Köpfe, die Gesichter, spiegeln die Atmosphäre der Fremdheit.
Die Gewissheit, sich selbst zu haben und damit Kunst zu veräußern, ist das Höchste, was ich mir vorstellen kann.
 
Die Figuren des Künstlers tanzen über dem Abgrund. Wir wissen nicht, was geschehen ist. Weiß es der Künstler? Das Schöne ohne das Schreckliche kann er nicht zeichnen.

Was wir in und für uns selbst sind (ein Zitat von Schopenhauer) fällt mir ein, wenn ich an die Art des Zeichnens und Malens von Harald Gmeiner denke, eine Konzentration auf das Selbst, ein Inneres, das sich nach Außen verkehrt.

Er zeichnet. Dem Körper seinen Schatten. Die Geister höherer Art begleiten ihn. Kleine schwache und schiefe Köpfe, die einmal waren, was sie wieder sind, vergessene Geschöpfe, verkohlte Gesichter, Arme wie Draht.

Das Unklare, das Verworrene, das Hirnlose, das  Lebendige, das Sterbliche, all dies in Zeichnungen gefasst, die etwas mit mir machen. Mit Ihnen? Weiß der Künstler, was er bewirkt, weiß er, was fortlebt in dem Seher? Er lässt es geschehen. Schaut auf das angefangene Blatt und denkt, ist es fertig, soll es weiterleben?

Also spazieren wir durch sein Labyrinth und lassen unseren Gedanken Freiheit. Wie in einem Spiegel sehen wir, was sein könnte, wohin sich die Verwandlung dehnt.

Bei einem dunklen Bild beugt sich der Tod über mich.

Monika Helfer

 
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