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Michael Kos, Bildrecht

Michael Kos - ZEICHNUNG OHNE STIFT


Ausstellungseröffnung:                         Donnerstag  18.10.2018, 19:30 Uhr

Der Künstler ist anwesend                      

Es spricht                                               Mag. Margot Prax

Ausstellungsdauer                                 19.10.2018 bis 17.11.2018

 

„Zeichnung ohne Stift“ präsentiert grafische Werke des Bildhauers und Objektkünstlers Michael Kos. Sie kommen ohne Stift aus, ihre Strukturen, Linien und Schattierungen entspringen dem verwendeten Material.
Der Künstler verwendet seine Werkstoffe mit einer Eindringlichkeit, die das energetische Potential des Materials für die Gestaltung von Bild, Form und Inhalt unterstreicht. Aus Papier, Karton und Alltagsmaterialien entstehen Material- und Formmeditationen, die ihre künstlerische Verdichtung einer subtilen Selektion und genauen Konzeption verdanken. 

 

Die bekannten Mappings des Künstlers sind Landkartenschlichtungen, die ihr grafisches Repertoire einem Alltagsgegenstand entlehnen. Durch die Rekombination von Landkarten entsteht eine neue Sinnlichkeit, aber auch eine Dekonstruktion des Geografischen. Die Auflösung der semantischen Fixierung führt zu einem metaphorischen Bedeutungstransfer.

Relief-Papier nennt sich die neueste Werkserie von Kos, bei der er schweres Büttenpapier mittels eines eigenen Verfahrens zu einem Raster von von Bildpunkten prägt. Diese werden mit zarten Gummistiften besetzt, teils vollflächig, teils als Schriftsetzung, teils als grafische Linierung. Diese Büttenpapiere entfalten im Zwischenraum von Fläche und Körperlichkeit ihre ästhetische Wirkung.

Die Serie Gerissenes Papier führt eine spannende, grafische Auslotung des Materials Papier vor Augen. Grundlage ist hier ein spezieller Schwarz-Weiß-Karton, dem der Künstler durch Ritzen und Reißen brüchige Linien abringt. Die Zeichnung entsteht durch eine prägnante Einschreibung in das Trägermaterial.

Auch die Surrogate zählen zu den bekannten Bildobjekten von Michael Kos. Ähnlich raumgreifend wie die Mappings sind auch sie das Resultat einer kompositorischen Schlichtung von Einzelsegmenten zu einer an sich inhomogenen Bildfläche. Letztere wird jedoch durch die Wahrnehmungsgrenze des Sehens synthetisiert. Mit irisierender Monochromie und tonaler Struktur entstehen so malerisch-grafische Bilder transitorischen Charakters.

Die Objektgruppe Lose Formation bezeichnet der Künstler selbst als „Zeichnung im Raum“. Verblüffend einfach ist der Eingriff in das klassische Material Stein und gibt ein weiteres Beispiel materieller Pointierung. Die Antennen sind nicht nur eine surreale, semantische Aufladung der Marmor-Findlinge, sondern ziehen auch Linien im Raum, die sich bei jeder Präsentation hinsichtlich ihrer Dichte und Ausrichtung ändern können. 

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